Do

06

Aug

2015

Der Countdown läuft - Nur leider viel zu schnell

Fünf Tage bleiben mir jetzt noch in Namibia, davon einer hier in Walvis Bay (den ich größtenteils mit Packen und Saubermachen verbringen werde). Ich habe heute schon allen an der Schule "Goodbye" gesagt und mich von Lehrern, Cleanern und vor allem den Kindern verabschiedet. Natürlich freut man sich auf zu Hause, aber ich glaube ich kann es noch gar nicht so richtig fassen, dass dieses Jahr jetzt von einem Tag auf den anderen vorbei sein soll. Dass man so viele Menschen, die man kennen gelernt und lieb gewonnen hat, die einem ans Herz gewachsen sind und einen manchmal in den Wahnsinn getrieben haben, dass man die Stadt, die Wohnung und die Schule, die doch irgendwo zu einem zweiten Zuhause geworden sind, dass man all das zurück lässt, mit dem wagen Versprechen irgendwann (wenn man Zeit und Geld hat) wieder zu kommen. Ein paar Menschen, die mir hier sehr wichtig geworden sind darf ich zum Glück mit zurück nach Deutschland nehmen :D (das geht an die beste WG ever).

Alles in allem kann man dieses Jahr wohl als "lekker", "/na" oder "nawa" bezeichnen, was alles so viel heißt wie schön oder gut.

Lässt man einfach mal die Gedanken schweifen, dann kommen einem viele kleine Momente in den Sinn, die lustig, berührend aber auch traurig waren. Es gibt Momente, die würde man eigentlich gerne aus diesem Jahr streichen: Wenn man zum zehnten Mal versucht den Kindern etwas zu erklären und sie zum zehnten Mal lieber rumalbern als zuzuhören. Wenn man anbietet jemandem zu helfen und immer nur noch mehr Arbeit aufgehalst bekommt anstelle eines Dankeschöns. Wenn ein Kind grundlos geschlagen wird und man nichts machen kann, außer das Kind hinterher in den Arm zu nehmen. Wenn ein Kindergartenkind von einem Shuttle überfahren wird, weil der Fahrer viel zu schnell und sehr wahrscheinlich auch noch betrunken unterwegs war. Wenn man merkt, dass einige Kinder in der siebten Klasse sind und noch nicht einmal ihren eigenen Namen richtig schreiben können, es aber keinen interessiert und das Kind einfach nur zum Nächsten weitergereicht wird, der sich darum kümmern soll. Wenn man sieht, wie groß der Unterschied zwischen schwarz und weiß doch noch ist und wie abwertend Menschen anderen gegenüber sein können, von denen man eigentlich erwartet, dass sie toleranter sind gerade weil sie so dicht aufeinander leben. Das sind Momente und Erfahrungen, die man vielleicht manchmal lieber nicht gemacht hätte, die aber dennoch dazu gehören und durch die man genauso viel lernt wie durch die guten Zeiten. Auf der anderen Seite stehen aber so viele Momente, die dieses Jahr so wunderbar gemacht haben. Wenn man realisiert, wie wenig viele dieser Kinder eigentlich haben und wie glücklich sie doch sind, wenn einer von ihnen einen provisorisch gebastelten Ball aus Papier und Plastiktüten mitbringt mit dem man in der Pause Fußball spielen kann. Wenn man plötzlich eine Horde von tanzenden Kindern um sich hat, weil man mit Lautsprechern in der Pause Musik spielt. Wenn ein Kind nach der Stunde zu dir kommt und sagt: "It was so much fun today. That was the best PE ever." Wenn dir die Kinder selbstgebastelte Briefe in die Hand drücken mit Gemälden und dem Versprechen, dich nicht zu vergessen und dir sagen, dass sie dich vermissen werden. Wenn einen ein Kind am Ende des Tages umarmt und zehn weitere herrennen, um dich unter sich zu begraben. Wenn man zufällig ein Mädchen im Supermarkt trifft und es dir unbedingt seine Mutter vorstellen will. Wenn man in ein zufälliges Taxi einsteigt und der Taxifahrer sofort fragt "!Nara Primary again?", weil er sich daran erinnert, dass du vor drei Wochen schon mal mit ihm gefahren bist. Wenn ein Hausaufgabenkind endlich den Buchstaben P erkennt. Wenn man im Taxi sitzt und der Fahrer anfängt das Lied, das gerade im Radio läuft in voller Lautstärke mitzusingen und am Ende das ganze Taxi laut mitsingt. Ich könnte jetzt noch ewig so weiter machen, aber ich glaube ihr bekommt eine ganz gute Vorstellung davon was ich meine.

All das (und noch viel mehr, dass mir jetzt gerade nicht einfällt) werde ich mit zurück nehmen und wenn mich jemand fragt, wie ich dieses Jahr beschreiben würde, dann wäre die Antwort wohl: das schönste und schlimmste Jahr in meinem Leben (bis jetzt, ich hoffe natürlich dass das was den schlimmen Teil angeht auch so bleibt, ich halte mich auf jeden Fall immer schön von LKWs fern ;))

Theo hat ein sehr schönes Video zusammen gestellt, das ich hier niemandem vorenthalten möchte (hauptsächlich von seinen Rugbytrainings, aber nach 2 Minuten sind auch ein paar sehr schöne Tanzeinlagen dabei)

Und nachdem Bilder ja bekanntlich mehr sagen als tausend Worte: Bitteschön :)

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So

28

Jun

2015

Der Norden, Sambia und ein bisschen Botswana

Besser spät als nie: Ich habe es endlich geschafft mich meinem großem Urlaubseintrag zu widmen!

Wie mancher vielleicht schon weiß, waren wir ab Ende April ungefähr drei Wochen auf Sambia-Rundreise...

Nachdem wir uns eine gute Woche lang von dem letzten "term" erholt haben, ging es Ende April los zur großen Geburtstagsfeier in Katima (einer kleinen Stadt im Caprivi-Zipfel, ganz in der Nähe zu Sambia). Da es leider keine direkten Shuttles von Walvis nach Katima gibt, mussten wir über Windhoek fahren, da nur von dort aus ein Bus um 3 Uhr nachmittags fährt. Leider hatte unser Shuttle zwei Stunden vor Windhoek eine Panne und konnte nicht mehr weiterfahren. Zum Glück gibt es hier nette Leute mit Pick-Ups, die einen dann für ein bisschen Entschädigung am Straßenrand einsammeln und mitnehmen. Das einzige Problem ist nur, damit es sich lohnt, wird jeder Zentimeter hinten auf der Ladefläche genutzt (d.h. wir haben uns den Pick-Up mit 8 weiteren Leuten und einem Haufen Gepäck geteilt und es war schön kuschelig). Natürlich war der Bus nach Katima schon weg, als wir endlich in Windhoek angekommen sind, aber irgendjemand meinte, mal gehört zu haben, dass es auch Townshipshuttles nach Katima gibt und nach ein bisschen Sucherei haben wir tatsächlich ein recht schönes gefunden, so dass wir dann nach insgesamt 24 Stunden Fahrt am nächsten Morgen endlich in Katima angekommen sind.

Die Feier verlief dann eher ruhig, was aber nicht so schlimm war, da wir alle von der langen Fahrt noch etwas gerädert waren und am nächsten Morgen sollte es ja gleich weitergehen.

Also hat jeder seine sieben Sachen gepackt (wir waren so um die 20-25 Leute), dann gings mit dem Taxi zur Grenze, jeder hat seine Stempel eingesammelt (wobei natürlich nicht alles so glatt lief wie man es sich vielleicht gewünscht hätte, aber alles in allem sind wir alle nach Sambia reingekommen und hatten am Ende alle unser Visum) und dann gings weiter mit dem Taxi nach Sesheke, einem kleinen Örtchen nahe der Grenze. Dort wurden alle in zwei kleine Shuttles umgeladen, die eigentlich für wesentlich weniger Leute ausgelegt waren, aber mit ein bisschen Quetschen und ein paar eingeschlafenen Beinen geht das schon und man fährt ja nur knappe 3 Stunden bis nach Livingstone. Dementsprechend froh waren wir, als wir endlich im Backpackers angekommen sind und noch glücklicher waren wir, als wir den Pool mit umliegender "Chill-Out-Area" gesehen haben...

Am nächsten Tag stand schon der nächste Programmpunkt auf der Liste: Die Victoria Falls.

Die Victoria Falls zwischen Sambia und Simbabwe sind zwar weder die höchsten noch die breitesten Wasserfälle der Welt, aber wenn man die Gesamtfläche betrachtet die größten. Auf einer Breite von 1 708 Metern stürzt der Sambesi hier rund 108 Meter in die Tiefe, weswegen die Vicfalls nicht ohne Grund zum Weltnaturerbe gehören. Man kann sie theoretisch von beiden Seiten aus betrachten, jedoch haben wir aus Kostengründen (50 US $ Visumskosten für Simbabwe) beschlossen, nur die Sambiaseite zu machen. Man zahlt ein bisschen Eintritt für den Mosi-oa-Tunya National Park, in dem die Wasserfälle liegen, und kann dann auf den ausgeschilderten Wegen die Fälle von verschiedenen Punkten aus sehen. Regenmäntel kann man sich dort ausleihen, was auch sehr zu empfehlen ist, da es nämlich furchtbar nass wird :D

Man kann das Gefühl, das man bekommt, wenn man die Fälle hinter all dem Nebel das erste Mal wirlich sieht (hören tut man sie schon von sehr weit weg) gar nicht beschreiben. Das ist einfach etwas, dass man selber erleben muss, aber jeder der schon mal einen riesigen Wasserfall gesehen hat, kann das glaube ich nachvollziehen. Ich hoffe, die Bilder lassen zumindest erahnen, was für eine Kraft man da sehen und spüren kann...

Aber da wir ja nicht nur auf Phototour gehen wollten sondern auch noch ein bisschen Abenteuer haben wollten, hatten wir vor, Bungee jumpen zu gehen. Leider haben mich die Veranstalter wegen meinem Unfall nicht gelassen, aber die anderen hatten einen Riesenspaß und ich durfte immerhin Seilbahnfahren, was zwar nicht so aufregend aber auch ganz schön war.

Zusammengefasst: Am Ende des Tages sind wir ziemlich müde, nass und voller neuer Eindrücke wieder im Backpackers angekommen.

Am nächsten Tag hat sich die große Gruppe dann aufgeteilt: Die meisten sind wieder zurück Richtung Heimat gefahren, aber Theo, Daniel (unser Freiwilliger aus Windhoek), Lena, Nora (zwei andere Freiwillige, die im Norden Namibias arbeiten) und ich sind in den nächsten Bus weiter nach Lusaka, der Hauptstadt Sambias gefahren. Auch hier funktioniert das nach dem Prinzip: wenn man noch gemütlich sitzen kann, ist der Bus noch nicht voll genug. Nach 12 Stunden Fahrt sind wir dann mitten in der Nacht in Lusaka angekommen, wurden dann aber kurz danach vom Fahrer unseres Backpackers dort abgeholt und in unsere Unterkunft gebracht.

Nach einem Frühstück bestehend aus Peanutbutter, Marmelade und Weißbrot (unsere Hauptnahrungsmittel für die nächsten Tage) und einer kalten Dusche (es gab leider kein warmes Wasser) haben wir dann erst mal ein bisschen Lusaka erkundet. Da wir inzwischen alle namibische Stadtgrößen gewohnt sind, haben uns die vielen Menschen und Autos erst mal ein bisschen umgehauen, aber da die Leute in Sambia richtig nett sind, haben wir uns doch meistens ganz gut zurecht gefunden. Zuerst haben wir einen recht kleinen Touristenmarkt besucht und dort ein bisschen durch Schmuck, Taschen und Gemälde gestöbert und danach haben wir uns auf den richtigen Markt im Stadtzentrum getraut. Dort bekommt man wirklich alles von Lebensmitteln über Schuhe und T-Shirts bis hin zu Unterwäsche oder Elektronikgeräten. Insgesamt herrschte ein riesiges Gedränge, da der Markt praktisch eine einzige schmale Gasse mit Ständen auf beiden Seiten und noch ein paar Schubkarren oder Tüchern mit Auslagen in der Mitte ist. Und wenn man denkt, dass man als Fußgänger schon wirklich Probleme hat, sich durch die ganzen Menschen durchzuschlängeln, kommt einem auch noch ein Auto entgegen...

Nachdem wir dann erstmal genug von Großstadt hatten, haben wir noch eine Elefantenaufzuchtstation für Elefantenwaisen ein bisschen außerhalb besucht. Dort kommen Elefantenbabys hin, die entweder alleine gelassen wurden oder deren Eltern durch Wilderer oder Unfälle gestorben sind. Das Ziel der Einrichtung ist es, die Jungen so aufzuziehen, dass sie irgendwann wieder in die Wildnis entlassen werden können, was bei einigen auch schon der Fall war. Deswegen kann man die Elefanten auch nur zu Fütterungszeiten sehen, da sie ansonsten nicht in der Station sind.

Nach ein paar Tagen Lusaka gab es dann das komplette Kontrastprogramm. Zwei Freiwillige von Lenas und Noras Organisation arbeiten in einem Krankenhaus in einem kleinen Dorf im nördlichen Teil Sambias. Nach ungefähr 16-stündiger Busfahrt, bei der wir festgestellt haben, dass es doch ganz gut ist, dass wir unsere deutsche Pünktlichkeit noch nicht ganz verloren haben, denn die Busse in Sambia fahren erstaunlich pünktlich los, mussten wir uns noch weitere 2 Stunden zu fünft in ein eher kleines, ziemlich klapperndes Taxi quetschen, das uns über eine Sandstraße, die mehr Schlagloch als Straße war, mitten ins Nirgendwo in das kleine Dörfchen Kasaba gebracht hat. Theoretisch gibt es Strom und fließend Wasser, nur leider ist gerade dieses Wochenende das Wasser komplett ausgefallen und wir haben jedes Mal gefeiert, wenn der Strom wieder angegangen ist, nur um eine halbe Stunde später wieder auszugehen.

Das heißt Wasser wurde in Eimern vom Fluss geholt, musste aber zum Trinken vorher abgekocht werden, so dass sobald Strom da war, der Wasserkocher durchgehend lief. Ansonsten wurden sowohl die Spiegeleier zum Frühstück als auch die Nudeln zum Abendessen über dem Lagerfeuer hinterm Haus gekocht und sonst gab es unser Standardessen: Peanutbutter mit was uns so alles einfällt (Brot, Reis, Äpfel, Popcorn...) Wir haben die Tage über zwar nicht viel gemacht, aber es war einfach sehr entspannend und ich glaube, ich habe selbst in Namibia selten so einen schönen Sternenhimmel gesehen :)

Nachdem wir uns ein paar Tage von den Strapazen der Reisen und der Großstadt ausgeruht hatten, ging es mit Vorfreude und einem Haufen Mückenstichen im Gepäck (bis jetzt waren alle Malaria-Tests negativ :D) wieder zurück Richtung Zivilisation.

Da wir sowieso noch auf den Bus am Nachmittag warten mussten, sind wir noch in die Nachbarstadt Samfya gefahren, die zwar nicht sonderlich viel größer ist, aber dafür einen sehr schönen Strand hat. Laut Reiseführer sollte man in dem See auf keinen Fall baden gehen, da es anscheinend Krokodile gibt, aber nachdem uns mehrere Einheimische und auch die beiden Freiwilligen versichert haben, dass alles sicher ist, sind wir sogar ein Ründchen geschwommen und haben es nicht bereut. Zum späten Frühstück gab es frisch gefangenen Fisch, der uns am Strand verkauft wurde und für ein paar Kwacha (die sambische Währung) mehr wurde er uns sogar noch direkt am Strand zubereitet und gegrillt.

Nach unserer Stärkung und ein bisschen Planscherei waren wir gewappnet für rund 20 Stunden Busfahrt, da wir diesmal in Lusaka nicht übernachtet haben sondern direkt weiter nach Livingstone gefahren sind. Für unsere letzten gemeinsamen Tage haben wir uns noch spontan dafür entschieden, einen Tagestrip in den Chobe National Park in Botswana zu machen, da wir schon von einigen gehört hatten, dass das die 150 US-Dollar wert sei. Und ich muss sagen, sie haben definitiv nicht gelogen.

Der Chobe National Park hat eine der größten Elefantenpopulationen in ganz Afrika und davon haben wir mehr als genug zu sehen bekommen. Nachdem wir nach Botswana eingereist sind, gab es eine kleine Stärkung und dann ging es auch schon los auf eine mehrstündige Bootstour auf dem Chobe. Als der erste Elefant in weiter Ferne gesichtet wurde, wurden natürlich sofort die Kameras gezückt und die Guides haben sich wahrscheinlich heimlich über all die photoverrückten Touristen lustig gemacht, denn natürlich blieb es nicht bei einem Elefanten in der Ferne... Unterwegs haben wir auch noch ein paar Krokodile, Hippos, Büffel, Impalas und Kudus am Ufer, jede Menge Vögel und natürlich ganz viele weitere Elefanten gesichtet. Es ist einfach ein ganz anderes Gefühl, die Tiere in freier Wildbahn zu erleben, anstatt in einem Gehege und obwohl wir hunderte von Photos gemacht haben, scheint es doch irgendwie nicht auszureichen, diese wenigen Stunden auf dem Boot einzufangen.

Da uns die Zeit ein bisschen davon gelaufen ist, hatten wir nicht sonderlich lange, um das sehr leckere Mittagsbuffet zu genießen, da ging es auch schon weiter auf den Game Drive. Auch hier sind uns fast alle Tiere über den Weg gelaufen, sogar ein Löwe, wenn auch nur ganz versteckt hinter einigen Bäumen. Auch an Land sind uns immer wieder Elefanten entgegengekommen und einfach mal 2 Meter am Auto vorbei gelaufen und um ehrlich zu sein wird einem da schon ein bisschen mulmig.

Alles in allem war es ein wunderschöner Tag und es war jeden Cent wert :)

Danach war unser Urlaub auch schon so ziemlich vorbei. Es ging wieder im vollgestopften Shuttle zurück nach Katima, wo wir noch eine Nacht bei der Freiwilligen dort übernachtet haben, um am nächsten Morgen ein Shuttle zurück nach Windhoek zu nehmen. Aber weil wir diesen Urlaub noch nicht genug Abenteuer hatten und bis jetzt alles anscheinend viel zu glatt gelaufen ist, hat das natürlich nicht so geklappt wir wir uns das vorgestellt hatten. Nachdem uns am Morgen versichert wurde, dass am Nachmittag noch ein Shuttle fährt, haben wir noch alles mögliche in Katima erledigt und dann auf das Shuttle gewartet. Wir waren nur zu dritt, da Lena und Nora schon am Morgen losgefahren sind und wir haben den Shuttlefahrer ein paar Mal gefragt, ob er auch sicher am Nachmittag noch nach Windhoek fährt auch wenn er keine anderen Kunden hat und die Antwort war jedes Mal: Ja, natürlich. So um 4 Uhr nachmittags hat er uns dann eröffnet, dass er jetzt doch nicht fährt, wir haben aber zum Glück an der Tankstelle noch einen Private Hike gefunden, der uns für einen angemessenen Preis (nach einigen Verhandlungen) zumindest mit nach Rundu mitnehmen konnte, von wo man anscheinend recht gut einen weiteren Hike nach Windhoek bekommt. Also haben wir uns zu fünft plus Gepäck in einen kleinen Twingo gequetscht und ab ging's. Nach einer Stunde hat sich jedoch rausgestellt, dass der Fahrer das Auto von seinem Bruder geborgt hatte und das Auto etwas kaputt war. Aber nichtsdestotrotz haben wir noch ein anderes Auto, das am Straßenrand stand abgeschleppt, wobei jedoch das Abschleppseil durchgehend gerissen ist und dann irgendwann der Gurt mit einer zerbrochenen Glasflasche (Messer hatte keiner) herausgeschnitten und als Abschleppleine benutzt wurde. Irgendwann ist dann der Bruder aufgetaucht und hat uns drei eingeladen und wir sind weiter Richtung Rundu gefahren, mussten jedoch an der Tankstelle im nächsten Ort, auf das andere Auto warten, bis wir nach gut eineinhalb Stunden endlich weiterfahren konnten. In Rundu haben wir letztendlich einen guten Hike nach Windhoek bekommen, so dass wir am nächsten Morgen gut angekommen sind und am Nachmittag endlich wieder zu Hause. Aber immerhin wurden wir für den ganzen Stress entlohnt, da wir auf dem Weg noch ein paar Elefanten gesehen haben.

Da ich unseren Südafrika-Trip ja leider verpasst habe, war das bis jetzt meine einzige große Reise, aber es war eine richtig schöne Zeit mit lauter Eindrücken, die ich garantiert nie vergessen werde.

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Fr

10

Apr

2015

Und schon ist wieder ein Monat vorbei...

Die letzten eineinhalb Monate sind wie im Flug vergangen und jetzt habe ich es doch einen Monat nach meinem letzten kleinen Bilderbeitrag mal wieder geschafft, ein bisschen zu schreiben.

Die ersten zwei Wochen war meine Familie noch hier und wir sind eine Woche ein bisschen durch die Gegend gereist. Wir haben in Swakop die Deserttour der "Little Five" inklusive Käfer, Schlangen und Chamäleons gemacht und dann gings weiter auf eine Gästefarm bei Windhoek. Obwohl man nachts viele unwillkommene Gäste wie Stechmücken, kleine, große und riesige Motten, Spinnen etc hatte, hat es sich doch sehr gelohnt. Bei der Geparden- und Leopardenfütterung und dem anschließenden Game Drive hat man die meisten Tiere vor die Linse bekommen und wir haben glaube ich locker hundert Giraffenbilder gemacht. (Leider sind die Bilder im Moment noch in Deutschland, aber ich hoffe, dass ich sie bald bekomme).

Hier hat sich in der Zwischenzeit nicht sonderlich viel verändert. Mir gehts immer besser, aber das Wetter wird leider langsam immer schlechter (obwohl es noch echt heiß ist, wenn die Sonne rauskommt).

Nach der Schule heißt es jetzt von Montag bis Donnerstag homework class im Promiseland (der Kindergarten, in dem Benedikt und Marie arbeiten). Nachdem wir erstaunt nach einem halben Jahr festgestellt haben, dass wir ja eigentlich nur 2 Minuten zu Fuß voneinander entfernt arbeiten und sich so eine wunderbare Mitfahrgelegenheit für mich ergeben hat, habe ich angefangen dort in der Hausaufgabenbetreuung mitzuhelfen. Ich laufe dann immer von einer Schar Kinder umringt die Straße runter bis zum Kindergarten, da einige der Hausaufgabenkinder bei !Nara auf die Schule gehen. Normalerweise kommen nach 1 Uhr so 5 - 10 Kinder von der 1. bis zur 4. Klasse und wir helfen bei den Hausaufgaben. Das heißt bei den meisten lesen. Da sie immer wieder die selben Texte aufbekommen, kann ich diese genauso wie die Kinder auch schon auswendig, weshalb man am Anfang oft denkt: Funktioniert doch super. Bei was brauchen die denn noch Hilfe? Fängt man dann aber an, sie einzelne Wörter lesen zu lassen, die einfach aus dem Zusammenhang genommen sind, sieht die Sache ganz anders aus. Es ist teilweise schon erschreckend, wenn man einen Zweitklässler vor sich sitzen hat, der gerade mal fünf Buchstaben erkennt. Oder mit einem Kind liest, das einfach zu jedem Buchstaben "pot" sagt, egal ob da jetzt a, k, m, o oder wirklich pot steht.

Nach dem obligatorischen Lesen kommt das "Colouring". Jeder bekommt ein Blatt mit einem Buchstaben, den es ein paar Mal zu schreiben gilt und einem Tier mit diesem Angangsbuchstaben, das man dann ausmalen darf, in der Hoffnung, dass sich die Kinder die Buchstaben so besser merken können. Nur leider kennen die meisten nicht einmal die Tiere, aber Spaß haben sie trotzdem. Und bei einigen Kindern merkt man auch so langsam Fortschritte, aber man braucht insgesamt einfach sehr sehr viel Geduld.

Ansonsten bin ich weiter fleißig am Physio machen und mit viel Geduld und Arbeit wird auch bei mir alles langsam wieder wie vorher (auch wenn da noch ein ganzes Stück vor mir liegt).

Am Wochenende helfen wir zwischendurch immer mal wieder Ulla, unserer Mentorin aus Swakop, bei diversen Leichtathletik-Events wie den Regionals oder der Qualifikation für die Nationals. Hier müssen wir nicht viel machen außer Zeit messen, Weitsprungweiten aufschreiben etc und das alles mit afrikanischer Gemütlichkeit, die aber auch schon mal ein bisschen nervig sein kann, da man statt um 5 auch gut um 1 hätte fertig sein können, wäre da nicht diese "African Time".

An der Schule werden im Moment Exams geschrieben, das heißt für uns kein Sportunterricht, aber wir haben angeboten dafür bei allem zu helfen was sonst noch so an organisatorischer Arbeit anfällt. Diese Woche habe ich hauptsächlich mit den "Cum Cards" verbracht, die es theoretisch für jeden Schüler geben sollte (wo die Noten von allen Jahren und so weiter drinstehen). Praktisch fehlen pro Klasse immer einige, die aus irgendeinem Grund nicht auffindbar sind. Nächste Woche geht es dann wahrscheinlich hauptsächlich ans Korrigieren und Report Cards schreiben, also alle Noten zusammenzählen und für jeden Schüler die einzelnen Fächer eintragen. Die Report Cards landen dann letztendlich in den Cum Cards. Aber es ist mal ein bisschen Abwechslung, deshalb habe ich nichts dagegen und es macht auch mal Spaß einfach mal was anderes zwischendurch zu machen. Und nach nächster Woche sind dann erst mal Ferien, einen Monat lang. Wir werden wahrscheinlich hoch in den Norden nach Katima fahren, dort feiert nämlich eine andere deutsche Freiwillige vom Roten Kreuz Geburtstag und dann geht es weiter zu den Victoria Falls. Die genaue Planung steht noch nicht ganz fest, ist aber in Arbeit :D

So, das wars erst mal wieder. Ich melde mich voraussichtlich nach unserem Urlaub wieder... Aber zum Abschluss gibt es natürlich noch ein paar schöne Photos von den Kiddies :)

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Di

03

Mär

2015

1...2...3...SMILE!

Unser kleines Photoshooting mit dem Besuch aus Deutschland...

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Mo

16

Feb

2015

Endlich wieder zurück!!

Geschafft!! Nach einem 11-stündigen Rückflug und einer 5-stündigen Autofahrt bin ich endlich wieder in Walvis Bay. Hier ist es wunderbar warm und es war richtig schön, die anderen Freiwilligen wieder zu sehen. Ich bin zusammen mit meiner Familie runtergeflogen, die hier jetzt zwei Wochen Urlaub machen und sich von mir Walvis und Umgebung zeigen lassen.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch bei allen bedanken, die  mich während der letzten Monate unterstützt und das hier für mich möglich gemacht haben!! Egal ob Ärzte, Krankenschwestern, Physiotherapeuten, Freunde und Familie... Ohne euch hätte ich das nie geschafft und deshalb hier ein riesengroßen DANKESCHÖN!!

Heute war ich auch das erste Mal wieder in der Schule und wurde mit offenen Armen empfangen. Jeder hat gefragt, wie es mir jetzt geht und es wurde des Öfteren festgestellt, dass ich wieder furchtbar weiß bin und wieder ein bisschen Farbe brauche :). Hier hat sich also nicht viel verändert...

Ich werde hier jetzt weiter Physiotherapie machen, um wieder richtig fit zu werden und die Mädels haben mich auch gleich gefragt, wann wir wieder mit dem Basketballtraining weitermachen. Das einzige Problem wird sein, dass ich im Moment noch nicht Fahrrad fahren kann, das heißt, dass mich entweder jemand mitnehmen muss (von der Schule nach Hause kann ich mit einer Lehrerin fahren, die bei uns in der Nähe wohnt) oder dass ich ein Taxi nehmen muss. Aber ich finde schon noch eine Lösung, denn ich würde sehr gerne mit meinem Basketballprojekt weitermachen... Aber wahrscheinlich muss das noch ein paar Wochen warten.

Ich fühle mich auf jeden Fall schon wieder wie zu Hause und genieße zumindest die letzten Sommerwochen. Alles weitere wird sich in den nächsten Tagen schon wieder finden...

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Mo

19

Jan

2015

Es geht aufwärts!!

So, ich melde mich mal wieder aus dem leider recht kalten und wolkenverhangenen Deutschland. Mein Unfall ist jetzt fast 3 Monate her und ich mache gute Fortschritte. Im Moment bin ich auf Reha, aber der Rückreisetermin steht schon fest: Am 13.2. geht es mit dem Rest der Familie im Gepäck ENDLICH wieder zurück. Natürlich ist es unglaublich schade, dass ich dadurch fast 4 Monate meines FSJs verloren habe, auf der anderen Seite merke ich jetzt, dass ich selbst in den gut 2 Monaten, die ich erst in Namibia verbracht habe, so unglaublich viele Erfahrungen und Eindrücke gewonnen habe.

Als ich nach einem Monat wieder aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen bin, habe ich das erste Mal wirklich gemerkt, in was für einem Luxus wir eigentlich leben und mit welcher Selbstverständlichkeit wir das hinnehmen. Natürlich wusste ich auch schon vorher, dass man eigentlich auch mit sehr viel weniger glücklich sein kann, aber man hat das lieber verdrängt und sich doch die nächste Sache gekauft, die man theoretisch gar nicht bräuchte. Jetzt, nachdem ich für eine Weile wieder hier in Deutschland bin, fängt man so langsam an, sich über solche Sachen Gedanken zu machen.

Auch habe ich gemerkt, dass ich viel offener bin und der Smalltalk, der mir früher sehr schwer gefallen ist, plötzlich ganz leicht funktioniert (inzwischen ist das Ganze wieder ein bisschen zurück gegangen), aber mir wurde öfter gesagt, dass ich diverse Studenten, die zum Blutabnehmen gekommen sind, oder Stationsschwestern durchgehend zugeschwafelt habe.

Auch wenn die Arbeit anstrengend war und man irgendwann einfach keine Lust mehr hatte, gegen 40 Kinder anzuschreien, ist es eines der Dinge, die ich am meisten vermisse. Es kommen immer wieder Situationen hoch, die ich vielleicht vorher nicht so wirklich als etwas besonderes wahrgenommen habe, die aber im Nachhinein betrachtet schöner sind als zum Beispiel die tollen Reisen, die wir gemacht haben (die wirklich super waren). Beispielsweise muss ich immer noch lachen, wenn ich mich daran erinnere, wie ich Jason (einem der Cricketjungs) mit meinem Fahrrad (das eigentlich viel zu groß für ihn war) das Fahrradfahren beigebracht habe und er so stolz war, als er das erste Mal alleine eine kleine Runde um das Cricketfeld gedreht hat. Und man merkt, dass es die kleinen Dinge sind, die man nicht unbedingt photographiert oder filmt, die so ein Jahr (oder hier erst 2 Monate) zu so etwas besonderem machen.

Ich versuche jedenfalls den einen Monat, der mir hier noch bleibt, sinnvoll zu nutzen (2 Wochen Reha liegen noch vor mir), so dass ich möglichst fit bin, wenn es wieder zurück geht...

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Mi

03

Dez

2014

Windhoek Colour Festival

Hier wie versprochen der kleine Bildernachtrag zum Colour Festival in Windhoek:

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So

02

Nov

2014

Unser kleiner Roadtrip und noch ein bisschen Alltag

Seit meinem letzten Eintrag ist einiges hier passiert. Zum einen hat sich jetzt auch langsam ein Nachmittagsprogramm eingestellt, zum anderen haben wir wieder ein bisschen mehr von Namibia kennengelernt, aber dazu später.

In den Schulstunden spielen wir im Moment noch Handball, werden aber sehr bald zu anderen Sportarten/Spielen übergehen. Insgesamt ist es sowieso so, dass die erste Frage der Jungs ist, ob wir heute Fußball spielen. Und so wird der Handball gegen den Fußball ausgetauscht und bei den älteren Schülern spielen wir dann auch mal mit und ich versuche mich nicht mit meinen Fußballkünsten komplett zu blamieren. Ein anderes Spiel, das gerade bei den 7. Klassen an der !Nara Primary sehr beliebt ist, ist "Justus Game", benannt nach unserem Vorgänger, das bei uns als Zombieball bekannt ist (wer das Spiel nicht kennt: man muss sich gegenseitig abwerfen, was mit einem Handball zwar nicht so angenehm, aber den Kindern relativ egal ist). Und wenn dann die Sportlehrer noch (Quinton eingeschlossen) mitspielen, macht es natürlich doppelt Spaß.

Nun zu den Nachmittagen:

Montags ist Haushalts-/Putz-/Wasch-/Einkaufstag und was sonst noch so ansteht.

Dienstags und Mittwochs steht jetzt bei mir Basketball auf dem Plan. Nachdem ich endlich nach langem Suchen festgestellt habe, dass es in Kuiseb einen Basketballplatz gibt, habe ich mal in der Schule angefragt, ob es eventuell möglich wäre Basketballtraining anzubieten. Da ich leider nur eine Altersgruppe nehmen kann und es nicht sehr viele U13-Mädels gibt (da es nächstes Jahr nur noch 2 6. und keine 5. Klassen gibt) habe ich mal in den 3. und 4. Klassen nachgefragt. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass zu unserem ersten Treffen nach der Schule viele Mädchen im Klassenzimmer auftauchen würden und war dementsprechend sehr erstaunt als ich am Ende in einem Klassenzimmer voll mit 10-jährigen Mädels stand. Eine dreiviertel Stunde später hatte ich eine fünfseitige Liste mit 85 Namen, die alle am Mittwoch erscheinen wollten.

Wirklich aufgetaucht sind dann so um die 60 plus noch ein paar Freundinnen oder Kinder, die gerade vorbeigekommen sind. Und so habe ich mein erstes Basketballtraining mit über 60 Kindern, einem Basketballplatz, einem Netballfeld und sechs Bällen gehalten (ich weiß nicht mehr, warum genau ich mich zuhause über 20 Mädels im Training beschwert habe). Dementsprechend war das Training zwar nicht sonderlich produktiv, aber immerhin hatten die Mädels ihren Spaß. Diesen Mittwoch hat sich die Zahl dann zum Glück nochmal halbiert und wenn die Gruppe mehr oder weniger so bleibt, dann werde ich wahrscheinlich einen Teil dienstags und den anderen mittwochs machen (jeweils mit einer angenehmen Anzahl von 15-20 Kindern).

Donnerstags steht Cricket auf dem Plan. Donnerstags sind immer die Spiele und meistens ist entweder das Jungs- oder Mädelsspiel auf dem Platz der Walvis Bay Private High School, die bei uns gleich um die Ecke ist, insofern wird keine weitere lange windige Fahrradfahrt benötigt (wie um zum Basketballplatz zu kommen).

Und Freitags gibts dann neben all dem Sport auch noch ein bisschen Gedächtnistraining bei der Mathenachhilfe. Der Stoff ist nicht schwer und es macht auch mal Spaß zwischendurch etwas anderes zu machen, als immer draußen unterwegs zu sein.

Am Wochenende unternehmen wir meistens etwas mit Quinton oder den anderen drei Freiwilligen hier in Walvis Bay. Jana, Marie und Benedikt sind vom Roten Kreuz und arbeiten im Altenheim (Jana) und in "Promiseland", einem Kindergarten in Kuiseb (Marie und Benedikt). Wir waren schon ein paar Mal in Swakop, sind nochmal die Dune 7 raufgekraxelt und haben ein bisschen das Nachtleben von Walvis erkundet. So langsam gewöhnt man sich auch an die Blicke, wenn man als einzige Weiße nachts im Township unterwegs ist.

Jana, Marie, ich, Benedikt und Theo nach unserem Aufstieg auf Dune 7
Jana, Marie, ich, Benedikt und Theo nach unserem Aufstieg auf Dune 7

So, nun zu unserem kleinen, aber doch recht abenteuerlichen Roadtrip:

Nachdem wir Swantje, unsere ASC-Freiwilligen aus Windhoek, Uschi und Tim (zwei deutsche Praktikanten ebenfalls aus Windhoek) in Swakop mit unserem schönen 4x4 Mietauto abgeholt haben ging's los Richtung Süden. Die erste Stunde sind wir noch auf asphaltierter Straße gefahren, dann ging die Gravelroad mitten durchs Nirgendwo los. Auf unserem Plan standen der Naukluft Nationalpark und Sossusvlei. Unsere Pläne wurden jedoch schon am ersten Tag auf eine harte Probe gestellt, als wir ungefähr zwanzig Kilometer vor unserem Zielcampingplatz im Naukluftpark einen platten Reifen hatten. Wie sich nach einigem Probieren herausstellte war unser Wagenheber zu klein und wir hatten gerade das Buddeln angefangen als ein weißer Farmer vorbeigefahren ist und uns seine Hilfe angeboten hat. So haben wir gut zwei Stunden am Straßenrand verbracht - immerhin in sehr schöner Umgebung - bis der Reifen dann nach unzähligen Versuchen und einigem Steineschleppen gewechselt war. Dementsprechend war es dann auch schon dunkel als wir am Campingplatz ankamen und wir haben nur noch kurz was gegessen und dann hieß es ab ins Zelt bzw. Auto.

Am nächsten Morgen ging's dann los mit unserer ersten Wanderung durch den Naukluft Park. Nach einem doch recht happigen Anstieg sind wir dann durch ein ausgetrocknetes Flusstal wieder runtergelaufen beziehungsweise geklettert. Von dem Wasserfall, an dem man laut Reiseführer an einer Kette vorbeiklettern musste und auf den wir uns alle hitzebedingt sehr gefreut hatten, waren leider nur noch ein kleiner algig-grüner Tümpel und die Kette übrig. Aber die kleinen weißen Schmetterlinge, die überall durch das ganze Flusstal geschwirrt sind haben das Ganze fast wieder wett gemacht, aber so ein Wasserfall ist halt doch schwer zu ersetzen.

Am Nachmittag ging's dann direkt weiter nach Sesriem, wo der Campingplatz lag, von dem aus man dann Sossusvlei erreichen konnte. Irgendwann wurden auch die aufgeregten Rufe: "Schaut mal ein Impala", "Da hinten steht ein Strauß" oder "Achtung, da kommen Oryxe" immer leiser und unaufgeregter. Nach einem kleinen Sundowner im Nationalpark hinter Sesriem, in dem auch Sossusvlei liegt ging's dann ziemlich schnell ins Bett, da der Wecker auf 5 Uhr früh gestellt war.

Um halb sechs wird der Park wieder geöffnet und dann sind wir auch schon losgefahren Richtung Big Daddy, der zweithöchsten Düne der Welt. Unser Plan, den Sonnenaufgang auf Big Daddy anzuschauen, hat nicht sonderlich gut funktioniert, da man erstmal eine gute Stunde mit dem Auto dorthin fährt - dementsprechend haben wir den Sonnenaufgang im Rückspiegel genossen. Das letzte Stück bis zur Düne ist dann Sandpad und nur mit einem 4x4 befahrbar. Da aber keiner von uns ein erfahrener 4x4 Fahrer ist, haben wir dann doch lieber ein Shuttle genommen, um nicht wie andere Touristen mitten im Sand stecken zu bleiben. Das hat sich auch insofern gelohnt, dass uns der Shuttlefahrer eine Abkürzung gezeigt hat und wir uns deshalb bestimmt eine Stunde Fußmarsch die Dünen rauf und runter und sehr viel Kraft gespart haben.

Und wir waren ganz alleine auf der Spitze. Als dann die ersten anderen Touristen kamen, sind wir die Düne wieder runtergerannt, was einen Heidenspaß gemacht hat und dann durchs Deadvlei, eine große Salzpfanne mit ein paar ausgedörrten Bäumen zurückgelaufen. Die Landschaft war wirklich atemberaubend und man kommt sich so klein vor, wenn man um sich herum nur Dünen sieht. Auf dem Rückweg hat man dann schon gemerkt, wie die Sonne immer heißer wurde und man konnte auch nicht mehr barfuß gehen, weil der Sand schon so heiß war (um 10 Uhr morgens!!)

Auf dem Rückweg haben wir uns dann noch in Solitaire (92 Einwohner) den angeblich besten Apfelkuchen Namibias gegönnt, der seinen Namen durchaus verdient. Auf jeden Fall habe ich bis jetzt hier noch keinen besseren gegessen.

Am Wochenende ging's nach Windhoek aufs Colour Festival, was ein sehr bunter Spaß war. Da ich dazu jedoch noch keine Photos habe werde ich wohl später noch etwas mehr dazu schreibe.

Leider muss ich diesen Blogeintrag aus Deutschland hochladen, da ich einen schlimmen Verkehrsunfall hatte und wieder nach Deutschland ausgeflogen werden musste. Hier liege ich jetzt im Krankenhaus und versuche möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen, sodass ich endlich wieder zurück kann.

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Mi

24

Sep

2014

Ein bisschen aus dem Leben in Namibia

Jetzt bin ich ja nun doch schon über einen Monat hier und habe mal wieder die Zeit gefunden, ein bisschen weiter zu schreiben.

Wir waren mal wieder in Windhoek wegen unseren Visa, die wir jetzt zum Glück - endlich - haben (was uns aber einiges an Zeit, Rumgerenne und vor allem Nerven gekostet hat). Zwischendurch waren wir jetzt auch schon mal am Strand und in der Wüste und sind sogar Dune 7 raufgekraxelt, die mit ungefähr 130 Metern die höchste Düne der Gegend ist. Mit ein paar Verschnaufspausen sind wir dann auch oben angekommen und es hat sich echt gelohnt:

Die Arbeit mit den Kindern in der Schule ist immer noch sehr anstrengend, macht aber trotzdem Spaß. Manchmal geht zwar einiges drunter und drüber, aber man gewöhnt sich recht schnell daran, dass immer mal wieder was nicht nach Plan läuft. Wir haben jetzt angefangen im Sportunterricht mit den Kindern Handball zu spielen oder auch "hand soccer", wie die Jungs das Spiel getauft haben. Es sieht zwar nur ansatzweise nach Handball aus, aber die Kinder haben ihren Spaß und freuen sich, wenn man nach dem Aufwärmen und ein paar Pass- und Fangübungen noch ein bisschen spielen darf. Und Tore werden mit großem Jubel und Siegestänzen gefeiert :D

Ich wollte eigentlich noch ein Video hochladen, aber leider hat das nicht funktioniert, deswegen hier nur die zwei Bilder:

Ansonsten so zum Leben hier in Namibia:

Wie ich auch schon vorher geschrieben habe, sind die Leute hier alle super freundlich und vor allem sehr hilfsbereit. Es sind auch alle viel kommunikativer als in Deutschland. Wo in Deutschland ein einfaches Hallo reicht, kommt hier noch das obligatorische Wie gehts dir? und dann wird noch ein bisschen über das letzte Wochenende geplaudert. Man kommt also auch mit Fremden zum Beispiel am Kapanastand sehr schnell ins Gespräch und da die meisten auch Englisch sprechen, macht das die Kommunikation natürlich sehr viel einfacher. Insgesamt gibt es in Namibia sehr, sehr viele verschiedene Sprachen. Die allermeisten (hier fast alle) sprechen aber zusätzlich noch Afrikaans, das auch die weiße Bevölkerung spricht und von dem ich hier und da immer wieder ein paar Brocken lerne (wobei die Kinder hier sehr hilfsbereit sind ;) ).

Transportieren lässt man sich am besten, wenn man kein eigenes Auto oder Fahrrad besitzt und nicht zu Fuß gehen möchte, von einem der vielen Taxis, die immer quer durch die Stadt fahren. Eine Fahrt kostet pro Person 9 Dollar, also so 65 Cent, was ja im Vergleich zu Deutschland richtig billig ist. Man sollte aber trotzdem ungefähr wissen wo man hin will, denn die Taxifahrer kennen meistens nur bestimmte Gebäude/Läden/Einrichtungen etc. aber keine Straßennamen.

An den Linksverkehr gewöhnt man sich sehr schnell, das Einzige was immer noch ein bisschen verwirrend ist, sind die Straßenkreuzungen mit 3 oder 4 Stop-Schildern, wo nicht sowas wie rechts vor links gilt, sondern wer zuerst kommt, darf zuerst fahren. Wenn wenig Verkehr ist oder die Kreuzung in einer Wohngegend liegt klappt das meistens auch ganz gut, aber gerade in der Rushhour oder auf sehr befahrenen Straßen, können dann auch schon mal drei Autos ziemlich gleichzeitig ankommen und dann beginnen die großen Hup- und Lichthupenkonzerte.

Zum Essen: Fleisch steht hier ganz oben auf dem Speiseplan. Wer als Vegetarier versucht in Namibia zu leben, der macht sich das Leben sehr schwer. Man bekommt hier zwar so ziemlich alles, was man in Deutschland auch bekommen würde, aber zu sehr unterschiedlichen Preisen. Fleisch und Brot sind sehr billig, dahingegen sind Gemüse und Obst und auch Milchprodukte sehr teuer. Und insgesamt ist alles sehr süß. Es hat eine ganze Weile gedauert bis ich beispielsweise endlich einen ungesüßten Joghurt gefunden habe und wir sind immer noch auf der Suche nach einem richtigen Fruchtsaft, der nicht gesüßt ist oder sonstige künstliche Inhaltsstoffe beinhaltet, aber ich glaube wir haben so langsam aufgegeben.

Essen gehen, egal ob Frühstück oder normal, ist hier insgesamt sehr billig und macht bekommt auch relativ viel verschiedenes, aber das meiste auch wieder mit Fleisch.

Das Wetter wird - zum Glück - auch immer wärmer, so dass man sogar tagsüber, wenn die Sonne rauskommt im T-Shirt rumlaufen kann und nicht mehr trotz 10 Schichten friert. Morgens ist es aber meistens immer noch recht kalt und neblig. Und es ist sehr windig. Wenn ich zu Fuß unterwegs bin, merke ich den Wind meistens schon gar nicht mehr, aber sobald man auf dem Fahrrad sitzt ist das keine Freude mehr (vor allem weil der Wind immer aus der falschen Richtung zu kommen scheint, egal wohin man fährt). Gerade wenn wir von der Schule nach Hause fahren, haben wir immer wunderschönen Gegenwind, so dass man meistens ziemlich fertig zu Hause ankommt. Und dann heißt's erst mal unter die Dusche und den ganzen Sand abwaschen, der sich im Laufe des Tages so überall angesammelt hat.

Das war's erst mal wieder von mir. Vielen Dank fürs Lesen und ganz viele liebe Grüße aus Namibia!

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Mi

03

Sep

2014

Cricket, Kapana und ganz viel Sand

So, ich melde mich mal wieder aus dem immer wämer werdenden aber immer noch kalten Namibia. In den letzten zwei Wochen ist einiges passiert. Unsere erste Woche haben wir mit dem Cricketturnier der !Nara Primary Teams verbracht. Die Jungs und Mädels haben zwar die meisten Spiele verloren, was sich jedoch in keinster Weise auf die Laune ausgewirkt hat. Eine der wohl größten Attraktionen waren meine Haare: sobald ich irgendwo saß, wurden meine Haare geflochten, gedreht oder einfach nur drin rum gespielt. Ich wurde sogar von fünf kleinen Friseurinnen und Friseuren mit einer original afrikanischen Zöpfchenfrisur ausgestatten, die mit dem Satz beurteilt wurde: "NOW you're looking like a real African girl!"

Und mein erstes Kapana (zähes gebratenes Fleisch, das man nur mit guten Zähnen essen sollte) mit dem dazugehörigen Fatcake (ein Stück süßliches Brot) habe ich im Townsip Kuisebmond auch schon gegessen.

Und so langsam verstehe ich auch Cricket immer besser.

Das wurde dann letzte Woche nochmal auf die Probe gestellt, als wir mit Quinton und dem U19 Walvis Bay Cricket Team nach Windhoek zum nächsten Cricketturnier gefahren sind. Hier haben die Spiele jedoch nicht wie bei den Kleinen zwei bis drei Stunden gedauert sondern ganze acht Stunden und Cricket ist nicht gerade die zuschauerfreundlichste Sportart. Aber dafür war das Wetter wesentlich besser als in Walvis. Und wir hatten die letzten Tage Zeit, die beiden anderen Freiwilligen vom ASC Swantje und Daniel zu besuchen und mit ihnen ein bisschen Zeit in Windhoek zu verbringen.
Hier sind noch ein paar Bilder von der Fahrt nach Windhoek, bei der man einfach mal 5 Stunden ziemlich gerade aus fährt und durch maximal drei Orte durchkommt, und von Windhoek selber:

Mit unseren Visa sind wir allerdings immer noch nicht viel weiter... Als wir in Windhoek zum Ministry of Home Affairs and Immigration gegangen sind, um unsere Touristenvisa für 30 Tagen jetzt endlich auf ein Jahr verlängern zu lassen, haben sie uns gesagt wir sollen am nächsten Morgen wieder kommen. Als wir dann wieder gekommen sind, hat sich herausgestellt, dass der Verantwortliche leider den ganzen Vormittag in einer Besprechung ist, wir sollen doch bitte heute Nachmittag wieder kommen. Leider sind wir jedoch mittags schon wieder Richtung Walvis gefahren und mussten hier im Home Affairs erfahren, dass wir das Visum leider nur in Windhoek bekommen können. Tja, TIA: This is Africa. Zum Glück haben unsere Nachbarn den Kontakt zu jemandem hergestellt, der jetzt für uns in Windhoek nachfragt wie weit unsere Anträge bereits bearbeitet sind. Insgesamt sind die Leute hier super hilfsbereit. Sobald man irgendein Problem hat, gibt es immer irgendjemanden, der einem gerne weiterhilft. Und irgendjemand kennt immer jemanden, von dem man bekommt was man braucht.

Diese Woche hat jetzt dann auch die Schule wieder begonnen. Und heute haben wir dann auch endlich mit dem Sportunterricht angefangen. Die beiden Grundschulen (!Nara und Tutaleni) liegen ganz am Ende von Kuisebmond direkt nebeneinander, hinter den Mauern geht direkt die Wüste los und man muss sich erst mal daran gewöhnen, dass überall auf dem Schulhof Möwen rumfliegen. Als Sportplatz dient uns ein Sandplatz hinter den Schulgebäuden, der je nach Schule mehr oder auch weniger sauber ist. Die Klassen bestehen meist so aus vierzig Schülern, die es im Zaum zu halten gilt, was genau so schwer ist, wie es klingt. Es kann auch schon mal sein, dass man plötzlich mit zwei Klassen dasteht, weil beide gleichzeitig Sportunterricht im Stundenplan stehen haben. Auch in den Freistunden in unserem Stundenplan findet sich, ob man nun möchte oder nicht, immer eine Klasse, die P. E. hat.

Aber die Anstrengung ist sofort vergessen, wenn man über das Schulgelände läuft und einem alle paar Minuten ein Kind zuwinkt und mit breitem Grinsen "Hello Miss Mona" zuruft.

So, das war's fürs Erste. Ich melde mich wieder, sobald ich Zeit zum Schreiben finde.

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Mo

18

Aug

2014

Die ersten Tage

Nach elfstündigem Flug von Frankfurt nach Johannesburg am Mittwochabend, sechsstündigem Aufenthalt dort und zweitstündigem Anschlussflug sind wir am Donnerstag Nachmittag in Windhoek angekommen. Es gab ein paar Probleme mit den Visa, aber das hat sich dann zum Glück alles gelöst und wir haben zumindest ein 30 Tage Visum bekommen und warten jetzt auf das für ein Jahr. Die erste Nacht haben wir in der Unterkunft der beiden Freiwilligen, die in Windhoek bleiben werden verbracht und sind am Freitag mit dem Bus weiter nach Walvis Bay gefahren (fünf Stunden lang).

Dort wurden wir dann direkt an der Wohnung von Quinton, dem Sportkoordinator der !Nara Primary School, an der wir arbeiten werden, herzlich in Empfang genommen.

Am Samstag hat Quinton uns gleich wieder eingesammelt, ist mit uns einkaufen gegangen und zum Tischtennisspielen. Am Abend hat er uns noch auf eine Geburtstagfeier nach Swakopmund, ungefähr eine halbe Autostunde von Walvis Bay entfernt, mitgenommen.

Da hier gerade der Winter zu Ende geht ist es richtig kalt. Tagsüber wird es etwas wärmer, wenn die Sonne rauskommt, aber vor allem morgens und abends friert man selbst mit dicker Jacke.

Hier erst mal ein paar Eindrücke von Walvis Bay, leider waren wir noch nicht in der Wüste oder am Meer:

Da diese Woche erst mal Schulferien sind, werden wir noch nicht an den Schulen arbeiten. Stattdessen unterstützen wir Quinton bei einem Cricketturnier, das über die ganze Woche geht.

Heute waren das erste Spiel der U 13 Mädchen- und der U11 Jungsmannschaft der !Nara Primary School und auch mein erstes Cricketspiel (also nur zum zuschauen :D). Wir waren von frühs um 8 bis nachmittags um 3 mit zwei Spielen beschäftigt und es war richtig kalt, da es leider sehr bewölkt war.

Morgen werden wir Quinton auf jeden Fall nochmal helfen, aber die Spiele am Ende der Woche sind in Windhoek und da ist noch nicht klar, ob ein Platz für uns im Bus frei ist.

Aber Alles in Allem gefällt es mir hier super gut und die Leute sind alle total nett. Als wir den Kindern erzählt haben, dass wir Justus' Nachfolger sind haben sie sich total gefreut und ich glaube, dass der Sportunterricht richtig Spaß machen wird.

Quinton meinte, dass ich vielleicht sogar ein Basketballteam finde oder wenn ich coachen will, es einfach mal anbieten soll (vorausgesetzt ich finde ein Feld) und schauen soll, ob und wie viele Kinder auftauchen. Ansonsten gibt es hier auch genug anderen Sport, den man machen kann ;)

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Di

12

Aug

2014

Morgen geht's los!

Morgen Abend geht's endlich los! Der Koffer ist (fast) fertig gepackt und alles ist organisiert. Leider haben wir immer noch kein Visum, das heißt wir werden erstmal ohne losfliegen und dann versuchen, es in Windhoek direkt zu bekommen. Ich hoffe, dass das alles so funktioniert :D

Ich möchte hier auch nochmal allen danken, die mich finanziell unterstützt haben und der Handballabteilung der SG Margetshöchheim und der Sparkasse Mainfranken für ihre Sachspenden. Ich werde jetzt zusätzlich zu meinem eigenen Koffer mit einer riesigen Tasche Sportgepäck mit Bällen und Trikots fliegen ;)

Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu sagen außer: Goodbye Germany...Hello Namibia! Auf ein tolles Jahr!

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Di

22

Apr

2014

Nach dem zweiten Vorbereitungsseminar...

Auf unserem zweiten viertägigen Vorbereitungsseminar in Göttingen haben wir jetzt endlich alle Freiwilligen kennengelernt, die mit uns nach Tansania, Namibia und Südafrika gehen. Nachdem auf dem ersten Seminar vor allem organisatorische Sachen wie Visa, Zuständigkeiten und natürlich nicht zu vergessen die Einsatzstellenvergabe besprochen wurde, haben wir uns an diesem Wochenende der sportlichen Seite unserers FSJs gewidmet. Wir haben Rugby, Cricket und Handball gespielt, waren schwimmen, haben einen kleinen Selbstverteidigungs- und einen Trommelkurs bekommen und noch alles mögliche andere gemacht. Also insgesamt kann man sagen, dass wir super viel Spaß hatten und auch immer mehr als Gruppe zusammenwachsen.

Der gesamte FSJ-Jahrgang 2014/2015...
Der gesamte FSJ-Jahrgang 2014/2015...
... und unser Namibia-Team (leider ohne Daniel)
... und unser Namibia-Team (leider ohne Daniel)

Jetzt stehen noch jede Menge Dinge an, die in den nächsten knapp vier Monaten noch erledigt werden müssen.

Meine Visumsunterlagen sind zum Glück schon alle beim ASC, aber es hat einige Zeit gedauert, bis ich alle Unterlagen und diverse Übersetzungen zusammen hatte.

Über die nächsten vier Monate verteilt, muss ich jetzt immer wieder nach Würzburg ins Tropeninstitut fahren, um mich dort gegen alles Mögliche impfen zu lassen.

Und dann steht natürlich noch das Spendensammeln auf dem Plan, das wahrscheinlich die meiste Zeit in Anspruch nehmen wird.

Aber ich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf das nächste Jahr und hätte auch nichts dagegen schon jetzt sofort in den Flieger zu steigen.

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